Jahresausflug 2010 der Tisch- und Reisegesellschaft „die 13 %igen“nach Marienbad (Marianske Lazné), Tschechien

vom Donnerstag, 10. bis 13. Juni 2010

Donnerstag, 10. Juni 2010

6.00 Uhr Abfahrt vom Busbahnhof am Bahnhofvorplatz in Pfarrkirchen
Fahrtroute:
Straubing – Cham – Furth i. W. - Ceska Kubice – Horsovsky Tyn

Bischofteinitz (Horsovsky Tyn)
Ab der Mitte des 13.Jh entstand am rechten Ufer der Radbuza eine Kaufmannssiedlung, die im Besitz der Prager Erzbischöfe war. Erzbischhof z Drazie erbaute dort ein gotische Burg. Danach entstanden weitere Siedlungen. 1422 und 1431 wurde dort die Burg erfolgreich gegen die Hussiten verteidigt. Ab 1539 gehörten Burg und Domäne den Herren von Lobkowicz. Nach dem Dreißigjährigen Krieg ging die Stadt bis 1945 an die Grafen von Trauttmansdorff über. Im 17. und 18. Jh wurde die bis dahin zweisprachige Stadt allmählich germanisiert. Ab dem späten 19 Jh. und vor allem ab 1918 begann wieder die Zuwanderung von Tschechen. Wichtigste Sehenswürdigkeit ist das Schloss, das 1547 in die heutige Form umgebaut wurde. Von der usprünglichen gottischen Burg blieben der Palas sowie Portale und Säle erhalten.
Die Stadt hat heute rund 5.000 Einwohner.
Wir besichtigen einen Teil der Burg.
Anschließend fahren wir in Richtung Südwesten und kommen nach Taus.

Taus (Domaslice)
ist das Zentrum des Chodensko (Chodenland). Durch das frühgotische Untere Tor (Dolni brana), fällt der Blick auf einen gut erhaltenen böhmischen Marktplatz mit einer Vielzahl von Barockfassaden. Von den geheimnisumwitterten Choden – einer slawischen Volksgruppe, die im Mittelalter von den böhmischen Königen mit der Bewachung der Grenze betraut waren – fehlt jede Spur. Immerhin: am südwestlichen Ende der Altstadt ragt der mächtige Rundturm der Chodenburg (Chodensky hrad) auf. In ihr ist das Chodenmuseum beheimatet.
Taus hat ca. 11.000 Einwohner und liegt an Eisenbahnlinie Furth i.W. nach Pilsen und Prag.
Sie war eine Königsstadt der Premysl unter Ottokar II. (1262 – 1265). Sie hatte die Aufgabe Böhmen nach Westen hin abzusichern.

Einkehr in ein traditionelles böhmisches Restaurant (Restaurace Mastal v Podhradi).
Sie dient zur Einstimmung auf das böhmische Bier und die westböhmische Küche, die uns in den nächsten Tagen begleiten wird.
Im Gasthaus führt uns der beste Dudelsackpfeifer von Taus seine Kunst vor. Außerdem gibt es hier eine praktische „technische“ Überraschung. So eine „Technik“ hatte ich bisher noch nicht gesehen.
Anschließend fahren wir weiter nach Marienbad (Marianske Lazne).

Marienbad
im westlichen Tschechien mit ca. 14.300 Einwohnern liegt 630 m hoch zwischen der Oberpfalz und dem tschechischen Kaiserwald in einem milden, nach Süden hin offenen Tal. Ende des 12. Jh. wurde das in der Nähe liegende Stift Tepl gegründet und wurde im 14. Jh. wurde das von der Pest entvölkerte Gebiet von Deutschen besiedelt. 1528 wurden die Quellen auf ihren Gehalt untersucht. Ab dem 7. Jh. badeten bereits Kranke in dem als heilend geltenden Schlamm und tranken das Wasser. Der Klosterarzt Nehr ist der Mitbegründer von Marienbad.
Neben Bruckner, Chopin, König Edward VII., Kaiser Franz Joseph I., Sigmund Freud, von Goethe, Zar Nikolaus II., Stifter, Strauß, Wagner werden auch die ehrenwerten Herren der Tischgesellschaft „der 13 %igen“ in Marienbad kuren.

Die Unterbringung erfolgt im Orea Hotel Monty ****.
Das Kurhotel liegt im Kurgebiet und wir genießen von dort einen wunderbaren Blick über Marienbad
Gegen 15.00 Uhr erwartet uns ein Reiseführer zu einer Stadtbesichtigung .
Abends zur freien Verfügung in Marienbad.

Freitag, 11. Juni 2010

9.00 Uhr Abfahrt vom Hotel in Marienbad nach Pilsen (Plzen)

Pilsen
Hauptstadt Westböhmens mit ca. 164.000 Einwohnern. Die Stadt liegt im flachen Pilsener Becken, hat mehr zu bieten als das gatungsbildende Pilsner Urquell. Die Maschinenfabrik Skoda (Turbinenwerk) prägt zwar das Bild der Stadt, aber dahinter verbirgt sich ein äußerst attraktiver Stadtkern. Statt einer Stadtmauer umgürtet der Smetana-Park die Innenstadt.
Namesti Republiky = Böhmens zweitgrößter Stadtplatz mit zahlreichen Renaissance- und Barockhäusern/ gotische Kirche St. Bartolomäus mit dem höchsten Kirchturm Böhmens (103 m). In der Kirche wird die berühmte Pilsner Madonna aus dem 14 Jh. aufbewahrt.

  • Pivovarske Muzeum = Museum zur Geschichte des Bierbrauens und des Bierkonsums mit einer gotischen Mälzerei
  • Plzenske Historicke Podzem = Pilsen von unten mit mittelalterlichen Gängen und Gewölbe mit Fundstücken aus der Zeit des 30-jährigen Krieges
  • Zwei bekannte Bierbrauereien „Pilsner Urquell“ und „Gambrinus“
  • Velka Synagoga = 1892 erbaute dritt-größte Synagoge der Welt im maurisch-romanischen Stil
  • U Salzmannu = älteste Pilsener Bierhalle von 1637
  • Zumbera = sehr nette Atmosphäre, um ein Bier zu trinken und dabei eine Kleinigkeit zu essen.

Mit unserem Reiseführer, der uns seit Marienbad begleitet, machen wir einen Stadtrundgang mit Besichtigungen sowie Einkehr bei der berühmten Brauerei.
Anschließend fahren wir wieder zurück nach Marienbad.

Samstag, 12. Juni 2010

9.00 Uhr Abfahrt vom Hotel in Marienbad mit einem Reiseführer durch Westböhmen

Eger (Cheb)
35.000 Einwohner und überrascht mit einer fast lückenlos erhaltenen Altstadt war eine über dem Fluss thronenden Kaiserpfalz. Gegründet wurde Eger 1179. An diesem Tag findet auch der berühmte Markt statt.
Elbogen (Loket)
Stadt im Kreis Sokolov, an der Eger gelegen. Historische Altstadt, wird auch als „böhmisches Rothenburg“ bezeichnet. Burg Loket wurde schon im 12 Jh. erbaut und war königlich böhmische Grenzbefestigung. ca. 3.200 Einwohner. Bekannt auch durch den James Bond-Film „Casino Royale . Auch landschaftlich ist dieses Gebiet sehr reizvoll.

Karlsbad (Karlovy Vary)
Kreisstadt mit ca. 57.000 Einwohnern am Fluss Tepla gelegen. Es ist das größte Heilbad Tschechiens. 13 Heilquellen und Kurkolonaden können wir kennen lernen.
Bekannt: Karlsbader Porzellan, der Becherovka Likör sowie Moser Glas u. Karlsbader Oblaten.
Gegründet wurde Karlsbad 1358 von Kaiser Karl IV., dem großen Förderer Böhmens.

Franzensbad (Frantiskovy Lazne)
Sehenswerte Empiregebäude der Kuranlage mit Parks. Sehenswert ist auch die etwas außerhalb gelegene Russische Kirche. Knapp 10 km nördlich liegt das geschützte Hochmoorgebiet Soos mit dem Naturschauspiel dampfender Krater und brodelnder Wasserlöcher.

Sonntag, 13. Juni 2010

Rückfahrt über Eger, Waldsassen, Windischeschenbach, Regensburg nach Pfarrkirchen

Reichsstift Waldsassen
Die 1133 gegründete Klosterkirche St. Maria und St. Johannes wurde in ihrer heutigen Form von 1685 – 1704 gebaut. Georg Dientzenhofer und Abraham Leuthner schufen die barocke Pfeilerbasilika. Künstler aus ganz Europa waren an der Ausstattung beteiligt.

Kontinentales Tiefbohrprojekt Winschisch-Eschenbach
Größte Landbohranlage der Welt. Hauptbohrung am 6. 10. 1990 auf 9.101 m. Diese Anlage war das erste Großprojekt der geowissenschaftlichen Grundlagenforschung (Bohrturm mit 83 m.).
Das Bohrloch ist das „tiefste (zugängliche) Loch“ der Welt.
Besichtigung der Anlage und des Geozentrums mit Erläuterungen.

Windischeschenbach
Stadt in der Oberpfalz mit ca. 5.400 Einwohnern. Landkreis Neustadt an der Waldnaab. 950 von Mönchen des Kloster St. Emmeram aus Regensburg als Missionsstation gegründet. Gehörte auf einer Flußseite zum Herzogtum Sulzbach und auf der anderen zum Reichsstift Waldsassen. Tor zum Waldnaabtal und Naherholungsgebiet zum Wandern und Radfahren.
Burg Neuhaus mit 23 m hohem „Butterfassturm“
Gegen Mittag kommen wir in den Markt Neuhaus und kehren dort bei einem Zoigl-Brauer ein. Der Zoigl ist ein untergäriges Bier, das nach althergebrachter Weise gebraut wird. In der offenen Sudpfanne über einem Holzfeuer wird die Maische zuerst gekocht, dann gehopft und so als Würze noch einmal erhitzt.
Im Biergarten eines kleinen Brauers werden wir uns stärken und dort in fröhlicher Runde den Tag ausklingen lassen.

Danach werden wir die Heimreise nach Pfarrkirchen antreten.

Unterbringung

Orea Hotel Monty ****
Anschrift: Pfikra 128 in Marienbad (Marianske Lazne)
Tel: +420 354 619 111
siehe Hotelprospekt

Der Fahrpreis umfasst folgende Leistungen

  •     Busfahrt und 3 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Frühstück
  •     am 1. Tag Mittagessen in Taus
  •     am 2. Tag Bierprobe
  •     am 3. Tag Mittagessen in Windisch-Eschenbach
  •     Stadtführungen sowie Reiseleitung
  •     Eintritte während der Besichtigungen

Der Aufpreis für ein Einzelzimmer ist bei Günter Zauner zu erfragen

Änderungen im Programmablauf vorbehalten

Pfarrkirchen, 30. Mai 2010
Günther Zauner

Bitte beachten:

*****Personalausweis oder Reisepass nicht vergessen*****

Tschechien gehört nicht zum Euro-Gebiet. € wird aber in der Regel angenommen.

100 CZK entsprechen zur Zeit € 3.90
10 CZK = € 0,39
€ 10 = 255 CZK
€ 100 = 2.550 CZK

Badehose nicht vergessen. Weiße Bademäntel sind auf den Zimmern vorhanden.